Donnerstag, 19. November 2009

2010

Ziele und Vorhaben 2010. Nur mal so und nur mal grob ;-)
Generell ist es so, dass ich nicht gerne alleine unterwegs bin. Ja, ich weiss, bei 2000 Startern bin ich da sowieso nicht alleine, aber ich suche immer Mitstreiter, denn eine gemeinsame Fahrt zum "Eventort", günstigere Übernachtungskosten, "Gruppendynamik", vielleicht sogar das gemeinsame Absolvieren des Laufes (wenn das Tempo passt) sind mir auch wichtig. Ausserdem ist es in einer Gruppe, also ab zwei Personen ;-), immer besser.
Also, hier mal grob die Ziele, Kommentare, Interessensbekundungen, Vorschläge und Ideen sind absolut willkommen:

  • Fisherman's Friend Strongman Run (schon gebucht dank NewBalance Sponsoring!)
  • Mindestens einen Bergmarathon (aber nicht der K42/Davos, hab' ich schon) - Vorschläge? Tipps?
  • Einen Berghalbmarathon (Inferno-Halbmarathon?)
  • Einige Bergläufe/Volksläufe (Tour de Tirol, Berglauf Extrem-EM?)
  • MTB-Tour über die Alpen (ca. 5-7 Tage), evtl. Garmisch - Riva oder Garmisch - Kalterer See. Ich bin ein Durchschnittsfahrer, also extreme Trails oder so kann ich nicht bieten, dafür Ausdauer, Anpassungsfähigkeit und kein Gejammere unterwegs. Wer hat Interesse? Wer kann was empfehlen?
  • Trainingslager am Kalterer See
  • Den ein oder anderen Lauf vom Salomon Trailrunning Cup
  • Red Bull Dolomitenmann in Lienz (wenn ich endlich einen Kajakfahrer finde!!!)
  • Evtl. Teilnahme am 3tägigen Laufcamp auf dem Meraner Höhenweg vom Trailschnittchen
Liest sich realistisch, oder? Nicht viel, aber alle Ziele sind für die Katz' wenn der Kalender dann überladen ist und man dann nur am Streichen ist. Der finanzielle Aspekt ist ja auch so eine Sache. Die Startgelder sind oft nicht einmal das "Hauptproblem", man muss ja auch die Fahrt- und Übernachtungskosten rechnen...

2009

Bevor ich zur Vorschau für 2010 komme, die kurze Analyse des Jahres 2009.
Das Jahr 2009 ist abgehakt. Nach dem miserablen Frühjahr mit Dauerinfekt(en) und Grippe(n) konnte ich über den Sommer sehr gut trainieren und war auf einem guten Weg - ich behaupte sogar, dass ich mit der mir zur Verfügung gestandenen Zeit recht nahe an das Optimum kam, was man da "herausholen" kann.
Das Comeback habe ich immer weiter rausgeschoben, weil ich der Meinung war, dass ich bei den Volksläufen in unserer Region wieder relativ weit vorne dabei sein kann, wenn ich noch eine Schippe drauflege. Aber dann kam der "Jahresurlaub" und ich fiel in ein tiefes Motivationsloch, in welchem ich noch festsitze. Aber der Geist ist wieder willig, deshalb folgt mit nächstem Eintrag die grobe Planung für 2010.

Testbericht Stirnlampe Mammut Lucido TXLite

Die frühe Dunkelheit im Herbst/Winter raubte mir bisher immer den letzten Nerv. Alleine in der Dunkelheit wollte ich nicht laufen, an Trainingstagen immer ein wenig früher von der Arbeit gehen (trotz Gleitzeit) geht auch nicht (mehr) und im Industriegebiet wollte ich auch nicht meine Runden drehen.
Leider bin ich erst jetzt auf die grandiose Idee gekommen, mir eine Stirnfunzel anzuschaffen. Im Xing-Laufforum wurde auf einen Lampenvergleich bei globetrotter.de hingewiesen. Dort kann man eine Auswahl an Lampen schön miteinander vergleichen, in dem das Foto immer eine Person zeigte, die mit der Lampe einen Waldweg bei Dunkelheit ausleuchtete, bzw. versuchte auszuleuchten. Da ich mir die Flutlicht-Lampe von Lupine (ca. 350 Euro!) nicht leisten kann, sollte es dann doch ein Durchschnittsmodell sein. 40 Euro fand ich einen angemessenen Preis. Der Ausleuchtungsvergleich brachte mich auf die Mammut Lucido, als Modell wählte ich die TXLite, da diese drei Helligkeitsstufen bietet (hätte ich dann auch unabhängig von Jörgs Empfehlung genommen....). Die anderen Modelle wie z.B. die Petzl hatten zumindest auf dem Foto eine schwächere Leuchtkraft.
"Total Reflex Optics" holt bis zu 41 Meter Leuchtweite und 130 Stunden Brenndauer aus der HiFlux.LED des 72 Gramm leichten Gerätes (ohne Batterien 38g). 3 AAA Batterien waren im Lieferumfang inbegriffen und ich konnte gleich loslegen.
Ok, dachte ich, läufst Du heute mal querfeldein über die Wiesen zum Nachbarort und gehst mal wieder in den Lauftreff. Es war leicht neblig, aber dennoch war Stufe zwei in Ordnung, der Lichtkegel war ausreichend groß. Selbst auf dem Wiesengelände konnte ich recht gut sehen. Meiner Meinung nach ist dann nicht einmal die hohe Leuchtweite entscheidend, sondern vielmehr der Lichtkegel! Damit bietet sich dann auch das Laufen in einer kleinen Gruppe an. Gewöhnungsbedürftig ist generell, dass man einen Klotz, wenngleich auch recht leichten, an der Stirn kleben hat. Aber es wackelt nichts und ich kam sehr gut damit zurecht. Die Taste ist gut zu bedienen und sollte auch mit Handschuhen gut funktionieren.
Gespannt bin ich nun auf die Hundehalter. Nehmen diese die Fiffis früher (oder überhaupt) an die Leine, weil man mich schon von Weitem kommen sieht?
Da ich natürlich auch die Flutlichtwirkung der Lupine Wilma kenne, musste ich mir permanent ins Bewusstsein rufen, dass das ja dann auch seinen Preis hat. Im Lauftreff musste ich die Lampe dann ausmachen. Da wir auf geteerten Feldwegen laufen und diese auf "freiem Feld" liegen, benötigt man eigentlich auch kein Licht. Meine Licht-Spende wurde mit den Worten verweigert: "He, mach das Licht aus, das brauchen wir nicht!". Ok, in den kurzen Waldstücken habe ich sie dann doch angemacht, aber schnell bemerkt, dass man seinen Gesprächspartner dann nicht anschauen darf, denn die nächsten Sekunden ist er dann kurzzeitig blind. ;-)
Fazit: Während sich bei den anderen die Begeisterung in Grenzen hielt, für mich wird die Stirnlampe im Winter sicherlich ein Pflichtbegleiter sein, genauso wie die Handschuhe und die Mütze. Die Lampe leuchtet ausreichend mit den drei Stufen (wer seine üblichen Strecken läuft, wird nur Stufe 1 benötigen), dennoch wird es für mich weiterhin gewöhnungsbedürftig sein, bei Dunkelheit im Wald "umherzustreunen", aber geht nun mal nicht anders. Interessant finde ich, dass die Batterien bei Stufe zwei ca. 80 Stunden heben sollen. Das sollte mir mal beim MP3-Player passieren. Die Stirnlampe hat zudem eine "Transportsicherung", damit der Ein-/Ausschalter nicht aus Versehen getätigt werden kann.
Genau so wie ich es mir mittlerweile nicht mehr vorstellen kann ohne meine Forerunner unterwegs zu sein, so werde ich mich in ein paar Wochen wohl fragen, wie ich früher im Winter immer trainiert hatte.....
Ach ja, bevor ich es vergesse: man sieht damit unheimlich scheisse aus!

Dienstag, 17. November 2009

My wish: the Zustand formerly known as Langeweile

Ist es möglich, die Motivation konstant hoch zu halten?
Ist eigentlich nicht möglich, oder? Meine Motivationsspritzen sind dann z.B. ein MP3-Player, neue Schuhe, neue Klamotten, neue Strecken, neuer Trainingsplan, die Stirnlampe (sofern sie in diesem Jahr noch geliefert wird). Geht aber alles irgendwie ins Geld....
Jedoch kann ich mich momentan einfach nicht überwinden laufen zu gehen. Und es macht mir gar nix aus! Ich tu' mich ja nicht einmal mehr im Trainingsplan einloggen.... :-(
Vor allem scheinen solche profanen Dinge wie Blog, Kommentare, Facebook, Xing und Co. sogar wichtiger!! Das gibt's doch nicht!!!
Anstatt zu trainieren (egal was), hockt man dann ständig vor'm PC und aktualisiert sich im Facebook einen Wolf, gibt teilweise sinnfreie Kommentare in anderen Blogs ab und prüft dann auch noch, ob jemand auf so einen Kommentar antwortet.... ist das nicht irre?
Und sich dann noch beschweren, dass man für alles so wenig Zeit hat und wahnsinnig gestresst ist. Sa'mal, klappt's noch?
Mein sehnsüchtig gewünschter Optimalzustand is the Zustand formerly known as Langeweile, da wäre das ja alles in Ordnung.
Aber nein, mann "muss" so viel tun...
Im Ernst: nein, Mann muss nicht. Mann muss arbeiten, Mann hat Familie und Mann muss laufen, sonst muss Mann nix. Prioritäten sollte Mann neu setzen, Mann sollte fokussieren.
Mache ich ja regelmässig und tu mich damit wieder selbst einpegeln, bringe mich quasi wieder ins Lot.
Um Frage 1 für mich zu beantworten: nein, ist es nicht.

Was anderes noch: Hans war beim Sonntag Abend Telefonat der Meinung, dass ein Grund für die höhere Verletzungsanfälligkeit bei uns Läufern der sein könnte, dass wir keine "Normal-Grenze" im Vergleich zum Nicht-Sportler kennen, weil wir es gewohnt sind, eine Grenze zu verschieben bzw. die Grenze einfach viel weiter oben liegt. Wir sind gewohnt zu leiden und machen gerne auch mal weiter wenn es weh tut (auch, weil wir das viel später realisieren).
Er erzählte mir von seinen Knieproblemen, die laut seiner Aussage von seiner großen Radtour (100km) resultieren könnten. Vorher immer nur 10 Kilometer gefahren und auf ein Mal - woooap - 100 Kilometer. Während der "Normalsterbliche" mit einem Ziehen im Knie wahrscheinlich die Faxen nach 60 Kilometer dicke gehabt hätte, ist er eben fertig gefahren ("Irgendwo tut es ja schliesslich immer irgendwo weh"). Wahrscheinlich ist es beim Laufen das Gleiche. Ein Ziehen verschwindet ja meistens wieder und man denkt sich nichts dabei. Dann hält es sich hartnäckig und zwingt zur Pause. Der ausschlaggebende Grund ist nach ein paar Wochen dann leicht vergessen und man erinnert sich nicht mehr daran. Und wer notiert schon so detailliert die Trainings und geht diese dann rückwirkend wieder durch?
Was uns zu sportlichen Höchstleistungen treibt, ist bei Verletzungen das große Manko: man spürt nicht wirklich die Ankündigung (wie z.B. Muskelkater). Ein, wie ich finde, neuer Aspekt, welchen ich noch nicht kannte.

Montag, 16. November 2009

Forderung nach einheitlichen Schuhgrössen

In letzter Zeit hatte ich ziemliches Pech mit meinen Schuhbestellungen. Jetzt ist es nicht so, dass ich dem Händler nicht seine Handelsspanne gönnen würde, gerne bin ich bereit auch für gute Beratung zu bezahlen - aber es gibt sie nur selten (siehe auch mein Beitrag "neulich im Schuhladen").
Wenn es die gewünschten Schuhe nicht beim Händler vor Ort gibt und/oder die Beratung grottenschlecht ist, dann bestelle ich im Internet.
Während im Schuhladen immer noch die irre These "mindestens ein daumenbreit Platz an den Zehen" gilt, so scheint sie auch im Internet weiterhin zu kursieren - und noch schlimmer. (Platz ja, aber doch nicht gleich eine ganze Daumenbreite!)
Zu beachten ist, dass kein Durchschnittsläufer mit 10-15 Kilometer pro Trainingstag unheimlich viel Zehenfreiheit benötigt. Wieso auch? Also wenn mir nach 10 Kilometern die Füsse anschwellen würden, dann müsste ich mal ganz stark darüber nachdenken, was denn da so kaputt sein könnte. Auch ist mir schleierhaft, wieso sich ein Konglomerat wie Knochen und Sehnen innerhalb einer Stunde vergrössern sollte. Zudem kommt, dass der handwerklich aktive Mensch sicherlich andere, grössere, Daumen hat als der Diplomdesigner, aber hat der dann auch grössere Füsse? Glaube ich nicht....
Naja, auf jeden Fall lese ich beim Kauf des Salomon XT Wings, dass ich diesen eine Größe grösser bestellen soll, da die Schuhe kleiner ausfallen. Da fängt's dann schon mal an, eine Grösse mehr von UK, US, EUR? Ok, das kann man dann noch dem Händler in die Schuhe schieben, aber wenn man sich daran hält, hat man gute Chancen, dass die Schlappen einfach nicht passen. Wie bei mir, die Schuhe sind eine halbe Nummer zu groß. Ein anderes Beispiel ist die Grössentabelle von New Balance. Ich habe meine Füsse nach den Vorgaben auf der website drei Mal vermessen und allzu kompliziert ist dies ja nicht. Verwundert habe ich die XXL-Schuhe bestellt - die Tabelle wird schon stimmen. Die Schuhe kommen und sind viel zu groß. Ist kein Beinbruch, da ich die Schuhe problemlos zurück schicken kann und neue Treter in der richtigen Größe erhalte. Ein fetter Pluspunkt für New Balance für die schnelle und unkomplizierte Abwicklung - das ist mal Service! Jetzt weiß ich wenigstens, welche Größe ich bei den New Balance Schuhen brauche.
Warum habe ich mich jedoch nicht allzu sehr darüber gewundert, dass die Grösse 1,5 Größen über meiner Normalgrösse lag? Weil ich auch schon Schuhe hatte (im Laden gekauft), die 1-2 Größen über Normalgröße lagen bzw. auch mal 0,5 Größen darunter.....
Daher fordere ich einen weltweiten Standard bei Laufschuh-Grössen, eine Art DIN-Norm. Die Schuhgrösse richtet sich ja primär nach der Fusslänge (bei New Balance gibt es auch noch unterschiedliche Weiten!) und diese kann man ja schön in Millimetern messen. Weltweit. Alle Hersteller. Alle Produzenten.
Das DIN A4-Format hat auch immer 21x29,7cm. Immer. Überall. Die Produzenten werden sicherlich darauf verweisen, dass auch die Form eine Rolle spielt. Klaro, der eine Schuhe ist vorne etwas breiter, der andere schmaler, aber spielt das bei der Größe dann eine so große Rolle? Kaum.
Und wer behauptet, es gibt so eine Norm, deshalb ja die Größenangaben, der soll mir bitte begründen, warum die Schuhe dann oft so unterschiedlich ausfallen. Vielleicht kann mir auch ein Hersteller erläutern, wieso das so ist.
Falls ich der Einzige sein sollte mit diesen Problemen, der ignoriert bitte diesen Eintrag ;-)

Noch einen Nachtrag: Auf der Suche nach einer Stirnlampe habe ich auch mehrere Rezensionen gelesen. Da ist mir aufgefallen, dass einige Leute z.B. drei Lampen unterschiedlicher Hersteller bestellen, ganz nach dem Motto "eine wird schon passen" und die anderen beiden dann wieder zurücksenden. Dies funktioniert ja auch bei Laufschuhen, so könnte ich mir drei unterschiedliche Grössen bestellen und die zwei nicht passenden Treter wieder zurücksenden. Da diese Vorgehensweise sicherlich nicht im Interesse des Online-Shops ist, frage ich mich dennoch: ist das normal? Wie sehen die Leute mit Online-Shops das? Immerhin müssen sie die Kosten der Rücksendung tragen.... das schmälert die Marge, folglich müssen langfristig die Preise erhöht werden...

Samstag, 14. November 2009

Bodenwellen mit DocRunner

Nachdem mir Christian, DocRunner, angeboten hatte, mal mit mir zu laufen, ich seine Blogeinträge interessant fand, nahm ich das Angebot natürlich gerne an. Interessant, quasi ein "blind date". Wir telefonierten und machten das Treffen fix und bereits am Telefon fand ich ihn sehr sympathisch. Am gestrigen Freitag war es dann soweit. Das Wetter spielte mit und die Sonne liess sich ab und zu dann auch blicken, optimale Bedingungen also.
Für mich stellte sich vorab die Frage, welche Strecke ich ihm den zeigen soll. Da ich wusste, dass Christian den Steigungen nicht abgeneigt ist, nicht langsam unterwegs ist bei seinen Läufen, durfte es ja schon etwas knackiger sein. Ich meine, da zeigt man dann ja auch keine öde, leicht welige 10 Kilometer Strecke, oder? Also sollte es quasi ein Lauf ums kleine Städtchen sein. Und wo es hoch geht, geht es ja schliesslich wieder runter. Und so lange wir miteinander quatschen können, ist das Tempo ok. So also meine Vorstellungen.
Als Christian eintraf, hatte ich gleich das Gefühl "das passt". Der Gesprächsstoff ging uns nie aus und irgendwie (Bestätigung meiner Frau heute morgen) sah er ja aus wie der Neil! Neil ist cool, also ist Christian das auch ;-)
Wir flüchteten dann vor den vielen Kindern (ja, nur zwei gehörten gestern mir.... die lieben... ;-))
Meine vorgesehene Laufstrecke führte erst mal leicht bergab, ein Einrollen also. Über eine Wieso und querfeldein kamen wir auf einen schönen, im Sommer kühlen, Waldweg, der uns um den Berg herum immer leicht bergab bis fast zum niedrigsten Punkt der Strecke führte. Ein kleiner Trail nach Kilometer 3.6, komplett vom Laub bedeckt und mit rutschigen Wurzeln und Steinen führte erst hoch und dann runter bis zum niedrigsten Punkt. Wir überquerten die Bundesstraße, welche von Calw nach Nagold führt, liefen über die Nagold-Brücke und dann ging es ab in die Lützenschlucht. Die wenigsten Leute wissen, dass es dies bei uns gibt. Zwar nicht groß, aber eine Schlucht wie man es sich vorstellt. Mit Holzbalken oder mit Steinen geschaffene Stufen, die durch ihre unterschiedliche Größe einen ständigen Rhythmuswechsel verlangten, steile Serpentinen, Holzbrücken, Mini-Wasserfall (der gestern leider nur dahindümpelte), glitschig, eng - Trail eben.


Oben angekommen führte uns der Weg auf der gegenüberliegenden Seite des Städtchens vom Ausgangspunkt unserer Strecke dann leicht eben und dann wieder auf einem komplett mit Laub versehenen Serpentinenweg schnell wieder hinab zum tiefsten Punkt. Vorbei am Bahnhof und über die Auen direkt an der Nagold kamen wir wieder zurück zur Brücke, die uns über die Nagold führte und folglich auch wieder in Richtung Heimat. Fast. ;-)
Kurze, knackige Steigungen mit locker über 10 Prozent folgten und führten uns direttissima wieder auf die Ausgangshöhe zurück. Das ganze ging es dann wieder bergab und wieder hoch, nicht die gleiche Strecke, sondern dieses Mal einen anderen Trail (Christian meinte zur Straße, die die gleiche Steigung hatte: Das schaffte mein Auto vorhin nicht im 2. Gang....). Dieser brachte uns auf eine frühere Berglaufsprintstrecke, die ihren ursprünglichen Start im alten Kloster Reuthin hatte und uns bis zur Grillhütte "Sulzer Eck" führte. Der letzte Teil hatte fast alpines Format. Oben durchgeschnauft, kam es noch eine richtige Steigung zu bewältigen.



Erst einmal, natürlich, ging es noch schnell 30 Höhenmeter bergab und auf einem Pfad zu einem weiteren Grillplatz. Über den Modellflugplatz ging es dann in großem Bogen nach Hause. Wir sind 13,6 Kilometer gelaufen und hatten ca. 430 Höhenmeter in den Beinen.

Ich hoffe, dass es Christian gefallen hat und es ein Lauf "abseits des Alltäglichen" gewesen ist. Da wir uns fast die ganze Zeit über viele Dinge unterhalten haben (ja, auch über Dich Monsterchen!) waren die Steigungen, meine Hoffnung, zu verkraften.
Unser "blind date" war toll und schreit für mich förmlich nach Wiederholung. Ich glaub' DocRunner hat mich anders kennengelernt, als MissMonster immer aus meinen Berichten liest.

Mittwoch, 11. November 2009

Ich brauch 'ne Stirnlampe

Heute die Entscheidung: Ich brauch 'ne Stirnlampe.
Die vorgenommenen 7 Kilometer konnte ich gerade so absolvieren. Um 17:15 Uhr ist wirlich dunkel, um 17:30 war ich wieder am Ausgangspunkt. Nachdem ich nun im Dunkeln eine Obstwiese gefunden habe, wo noch Äpfel herumliegen und ich mir gefühlte 10 Bänderdehnungen zugezogen habe, brauche ich unbedingt so eine Stirnlampe. Preislich muss sie in meinem bescheidenen Rahmen liegen. Bei Globetrotter gibt es einen schönen Vergleich, aber so viel bleiben da nicht mehr übrig, wenn sie g'scheit ausleuchten soll.
Geil wär' ja so eine Lupine, aber dafür bekomme ich ja einen Satz Autoreifen!
Die Mammut Lucido TX lite scheint brauchbar zu sein...
Ach ja, irgendwie muss der Bauer kein gebürtiger Schwabe sein, denn in der Regel sind die Obstwiesen bei uns blitz-blank sauber gefegt. Da liegt dann noch nicht einmal mehr ein verfaultes Apfelstückchen ;-)

Montag, 9. November 2009

Crit Sit

Als "Crit-Sit-Manager" (critical situation) bringt mich so leicht ja nichts aus der Ruhe und unter Höchstdruck arbeite ich am Besten. Aber was sonst so gut funktioniert, versagt auf dem Mountainbike komplett.
Eigentlich war mir das schon lange klar. Ich war früher ein schlechter Skifahrer - die Angst eines Sturzes war viel zu groß. Man überlege sich, was hätte alles passieren können: Kreuzbandriss, Kapselriß, Meniskusschaden, Schien- und Wadenbeinbruch, Oberschenkelhalsbruch, die Wirbelsäule....
Jetzt ist der Radsport ja meine heimliche Leidenschaft. Wer schaut sich denn heutzutage noch die Tour de France komplett an und zieht sich die Eintagesrennen rein? ;-)
Aber ein richtiger Downhiller werde ich wohl nie.
Mein neues Mountainbike hat jetzt auch Klickpedale, früher bin ich mit solchen Kunststoffkörbchen gefahren, aber muss feststellen, dass die Umstellung recht groß ist. Zwei Mal hat es mich nun ordentlich gewickelt. Beide Mal an einem Anstieg. Das Phänomen ist, dass ich mich, anstatt ordentlich in die Pedale zu treten, einer leichten Panikattacke hingeben musste und dann nicht schnell genug aus dem Klicksystem herauskam, dabei ist es recht locker eingestellt. Wenn die sogenannte leichte Panikattacke nicht da ist, zum Beispiel auf der Ebene, dann komme ich problemlos und schnell heraus. Dieser Zustand hat mich bei meinen Ausfahrten am Freitag, Samstag und Sonntag auch davon abgehalten, kleine Trailpassagen zu fahren. Peinlich: ich hab's geschoben, vor allem bergab!
Aber ich habe da noch zu viel Angst, wenn das Hinterrad wegrutscht, die Panik einsetzt und ich nicht schnell genug aus den Pedalen komme....
Aber mit dem neuen Rad macht es sehr viel Spaß, so habe ich von Freitag bis Sonntag aufs Laufen verzichtet. Lediglich eiskalte Zehen hatte ich beim Fahren - dies passiert beim Laufen ja nicht. Schwere Oberschenkel sind ein Zeichen, dass ich "ordentlich" gefahren bin. Heute ist Pause und morgen werde ich dann wieder laufen gehen. Wobei.... meine ältesteTochter hat Grippe und prinzipiell muss ich dann (nein, nicht aus Solidarität) dann auch durch....

Sonntag, 8. November 2009

Das Wort zum Sonntag

Wirklich passiert, Miss Monster, pass jetzt gut auf ;-)
Meine Tochter (5) wollte, dass ich die Geschichte über die Arche Noah vorlese.
Bibelblind wie ich bin, hab' ich nix gefunden.
Meine Frage, was denn dieser Noah so getan hat, meinte sie:
"Der hat von jedem eins mitgenommen. Ein Weibchen und ein Normales!"
Sehr gute Erziehung.... ;-)

Donnerstag, 5. November 2009

Reize setzen, nur wo?

Wahrscheinlich ist es ein normaler Zustand, dass man sich andere Ziele setzt, wenn man einfach nicht mehr an den alten Bestzeiten kratzen kann, so nach dem Motto: "ich kann nicht mehr so schnell, dafür länger" ;-)
Gilt ja irgendwie auch für andere Lebensbereiche....
Nun, zurück zum Spocht:
Jörg hat es als Metamorphose bezeichnet, aber ich weiss selbst nicht, in welchem Stadium ich mich befinde. Auf der einen Seite will ich schon noch wissen, wie schnell ich noch einen flachen 10er laufen kann, auf der anderen Seite machen mir aber auch die "besonderen" Läufe Spaß. Vielleicht kristallisiert sich das in den kommenden Wochen und Monaten richtig heraus, wo ich meine Schwerpunkte legen möchte, momentan bin ich jedoch äusserst unentschlossen.
Das liegt vielleicht auch an meiner mangelhaften Motivation - keine Ahnung was da los ist (Übertraining bis zum September?). Heute habe ich noch nicht einmal Laufsachen dabei und versuche auch nicht, noch ein paar Kilometer zwischen "nach der Arbeit" und "Laternenumzug im Kindi" reinzuquetschen. Wie sonst immer. Egal.
Egal ist aber blöd.
Ach, ich weiss auch nicht. Ohne Training gibt es natürlich keine Leistungsverbesserung und egal, welche Ziele man hat, es läuft sich leichter, wenn man besser trainiert ist!
Das wenige Training macht mir zur Zeit dann schon Spaß, vor allem, wenn ich dann mal unterwegs bin, aber das Teufelchen auf der einen Schulter ist penetranter als das liebe Engelchen, dass mir versucht das Training schmackhaft zu machen.
Auf jeden Fall ist zumindest für 2010 der Strongmanrun in Weeze gebucht. Ein besonderes Event, bei welchem ich dieses Jahr wegen Krankheit leider passen musste. Dieses Mal werde ich von NewBalance unterstützt - vielen Dank dafür!
Einen Bergmarathon möchte ich 2010 auch wieder bestreiten, generell werde ich vielleicht den ein oder anderen Berglauf in meine Planungen aufnehmen. Xterra? Dolomitenmann? Salomon Trailrunning Cup?
Alles Optionen, die mir "reinpassen würden".
A propos Dolomitenmann. Seit sehr langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Kajakfahrer für das Team. Vielleicht kennt jemand von Euch einen Kajakfahrer oder einen der einen kennt der einen Kajakfahrer kennt?
Lars, ist in München an der Isar nicht der Kajak-Olympiastützpunkt?
Auch wenn ich dieses Jahr keinen einzigen Wettkampf bestritten habe, so lag es nicht unbedingt am Können, sprich, Verletzungen oder dergleichen gab es kaum. Oftmals war es ein zeitliches Problem oder aber ich fühlte mich nicht in Form. Das ist aber bisher immer meine eigene Vorgabe für Strassen- oder Volksläufe gewesen. Vielleicht findet sich 2010 ja eine Mischung aus "gut in Form" und "Zeit im Wettkampf nicht so wichtig".
Ich muss auch mal den Jörg fragen, vielleicht ergibt sich mit den Hohenneuffen-Jungs mal was gemeinsames in Richtung Trailrunning....
Ach ja, am morgigen Freitag darf ich mein neues MTB abholen und ich freue mich schon sehr darauf. Freitag Nachmittag und Samstag morgens bin ich vom Familienleben freigestellt und darf mein neues Bike ausgiebig testen. Jaaaaaa!
Nachdem mein Ironman erprobter Radhändler Gregor auch schon was von XTerra gemurmelt hat, vielleicht ist da doch was drin..... we'll see.

Aber alles ist letztendlich nur halb so schlimm wie es sich vielleicht liest. Selbst nach meinem PC-Supergau sehe ich wieder Licht am Ende des Tunnels. Gestern bis tief in die Nacht (bzw. früh in den Morgen) habe ich mir einen Wolf kopiert und alles, was nach dem Gau noch da war, auf zwei externen USB-Platten gesichert. Doof nur, dass dann beide Platten so gut wie voll waren, aber genau diese mit der FAT32 Partition noch am Meisten Platz für die großen Videodateien (zwischen 4,5 und 20 GB jeweils) hatte, aber man diese nur auf NTFS-Platte kopiert bekommt. Die Umformatierung der FAT32-Platte auf NTFS hat aber einfach nicht funktioniert - und wieder ging das Kopieren los. Um ca. 2:00 Uhr heute morgen war es dann erledigt und ich kann heute abend beide eingebauten Festplatten platt machen (heisst es deshalb Platten?). Dann muss ich leider alles neu aufsetzen, aber eines ist klar, ab sofort läuft dann einmal pro Woche ein automatisches Backup!

Neulich im Schuhladen

Ein Paar Salomon Laufschlappen sollten es sein. Nachdem ich so viel über die XT Wings gelesen hatte, dann genau diese. Also quasi das Referenzmodell, der Blockbuster, die Cash-Cow.
Auf der Salomon-Homepage geschaut, wo der nächste Händler ist. Direkt neben dem Radladen, in welchem ich vergangenen Freitag mein neues MTB gekauft hatte. Das passt ja sehr gut!
Nach der zweistündigen Rad-Beratung dann ab in den Sportladen.
Kurzes Orientieren, vorbei an den Asics-Killer-Regalen und direkt ans Salomon-Regal. Geschaut und geschaut und geschaut. Sehen toll aus, nur irgendwie nicht nach den Schuhen die der mehrfache Berglaufweltmeister so trägt. Hm.
Wenigstens hat der Verkäufer nicht zur Seite geschaut, als er mich so hilflos dastehen stand. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Entweder wird man permanent bedrängt, obwohl man sich nur ziellos "umsehen will" und dies auch äussert. Benötigt man aber Hilfe, dann ist niemand zur Stelle.
Aber ok, er war ja da. Den Wortlaut kann ich nicht mehr zu 100% wiedergeben, aber so ungefähr hat es sich dann abgespielt:

V (Verkäufer): Hallo, kann ich Ihnen helfen?
K (Käufer): Hallo, ja danke ....und zwar suche ich den XT Wings
V: Was soll das denn sein?
K: Ja ein Laufschuh von Salomon!
V: Haben wir nicht, habe ich nie gehört.
K: Echt nicht? Das ist das Referenzmodell von Salomon!
V: Wir haben nur Walkingschuhe von denen, bei den Laufschuhen wollen die Leute immer Asics.
K: Ja aber Sie sind da als Händler geführt und kennen die Schuhe nicht?
V: Moment, ich kann ja nochmal im Lager schauen.
.....*wart'* *wart'*......
V: Nein, haben wir nicht da. Die Leute wollen eben Walkingschuhe und beim Laufen die Asics
K: Wer sind denn die "Leute"? Naja, wenn Sie diese nicht da haben....
V: Tut mir leid.
K: Tschüss!

So, wäre ich Chef des Buben und wüsste darüber Bescheid, ich glaube ich würde ihm "rechts ond links eine an de Backa noschlaga".
Nicht, dass ich erwarten würde, dass man jedes Schuhmodell kennt, aber es hätte doch auch mit folgenden Fragen anders laufen können.
Immerhin wusste er ja nicht, ob ich überhaupt eine Ahnung habe und den Eindruck, dass er mir, gut beratend, dann etwas anderes verkaufen wollte, hatte ich nicht. Aber um das geht es ja bei den Verkäufern, auch ohne mir dann einen Scheiss zu verkaufen, was ich ursprünglich nicht wollte.... die sollen verkaufen und den Kunden zufrieden stelle. Beides ist nicht passiert. Setzen, 6!

Zum Beispiel, wie es hätte anders laufen können:
"Für was benötigen Sie denn die Salomon Laufschuhe?"
"Wieviel laufen sie und wo benötigen Sie hier solche Schuhe?"
"Kann ich Ihnen auch ein anderes, gleichwertiges, Modell zeigen?"
"Wir haben da von Asics auch Modelle mit gut profilierter Sohle"
"Moment, ich kann bei Salomon mal kurz anrufen und nach dem gesuchten Schuh fragen"
"Leider haben wir dieses Modell nicht vorrätig, aber gerne kann ich diesen beim Hersteller für Sie bestellen".

So ginge es auch. Ich glaube nicht, dass es ein großer Aufwand wäre, die Schuhe beim Hersteller zu organisieren, immerhin bin ich ja auch bereit den "nicht-im-Internet-bestellen-und-auch-nicht -rabattierten-Preis" zu bezahlen. Aus "ein Kunde" gewonnen wurde damit ein "nicht Kunde auch nicht bekommen" Fall. Tja, es soll Läden geben, die haben das wohl nicht nötig.
Ich kenne aber auch den umgekehrten Fall, da wurde ein Schuh extra bestellt und mir vom Hersteller direkt nach Hause (!) geliefert!! So musste ich nicht wieder zum Geschäft fahren.

Aber vielleicht weiß jemand wie die Salomon Schlappen "XT Wings" so ausfallen, damit ich sie im Internet mit Rabatt bestellen kann? ;-)
Da hier auch jemand von Salomon mitliest: Ihr könnt mir die Schuhe auch direkt zusenden, dann verrate ich auch, welcher Laden lieber Asics verkauft ;-) .....

Dienstag, 3. November 2009

Periodisierung

Der Godfather of Trainingsplanung, Peter Greif, schreibt in seinem aktuellen Newsletter über die notwendige Periodisierung des Trainings auf Jahressicht.
Mal ehrlich, ergibt sich das für den Durchschnittsläufer nicht von selbst?
Im Winter soll durch langsame, längere Läufe für die Basis gesorgt werden. Tempotraining für den Silvesterlauf ist, zumindest in unserer Region, sowieso kaum machbar. Schnee, Eis, überfrierende Nässe - das Risiko ist viel zu hoch. Bleibt also nur der ruhige Dauerlauf.
Im Frühjahr, die ersten Sonnenstrahlen sind da, steigt mit zunehmenden Temperaturen dann auch die Motivation. Ab und zu kann schon "kurz" gelaufen werden, ab März werden die Trainings intensiver, die ersten "harten" Meisterschaftsrennen folgen. Die Frühjahrsgrippe verschafft den müden Knochen eine zweiwöchige Erholungspause. Dann beginnt das Training für den ersten Saisonhöhepunkt im Mai/Juni. Nach dem (erfolgreichen) Bestreiten des ersten Höhepunktes folgt ein kleiner Motivationsknick, eventuell hängt man an diesen auch den Jahresurlaub mit der Familie. Ach ja, und im Sommer ist es eh zu heiß. Es wird weniger gelaufen, Umfang reduziert....
Der zweite Höhepunkt steht im Herbst an, die Temperaturen werden erträglicher und man bekommt wieder Lust aufs Laufen. Es wird gezielt auf den zweiten Höhepunkt hintrainiert. Danach die Herbstgrippe und die Saison ist gelaufen....
Ist das nicht eine tolle automatische Periodisierung? ;-)