Mittwoch, 10. Februar 2010

Gewonnen!

Mit Spannung fieberte ich auf diesen Tag hin. Dieser Lauf sollte recht schnell eine Entscheidung bringen und meine Nervosität steigerte sich zum Start hin deutlich. Ich wollte verhalten anlaufen, nicht übertreiben, aber auch nicht auf die Uhr schauen. Das Tempo und der Puls waren mir egal. Ich wollte auf meinen Körper hören.
Recht schnell war ich auf der gut zu belaufenden Strecke auf mich alleine gestellt. Ich hörte nur meinen eigenen Atem und kämpfte mich im Alleingang die Anfangssteigung hoch. Vor mir niemand und auch hinter mir niemand.
Wo blieb er denn? Ich habe mir vorgenommen mich nicht umzudrehen, einfach mein Tempo zu laufen. Sollte es mir nicht gut ergehen, so kann ich auch, ist ja noch früh in der Saison, aussteigen.
Mein Geist lauerte und erwartete ihn nach jeder kleinen Steigung, nach jeder Kurve rechnete ich mit ihm. Aber er kam nicht. Zwischenzeitlich drosselte ich auch das Tempo, ging vom Gas, da ich immer noch mit ihm rechnete. Es geschah aber nichts.
Die letzten zwei Kilometer war ich mir sicher, dass ich den Lauf so beenden könne. Noch eineinhalb Kilometer, noch einer. Wo blieb er? Ich hatte ein gutes Gefühl und lief meinen Stiefel so herunter.
Er kam einfach nicht, der Schmerz.

Seit letzten Freitag habe ich eine Entzündung an der Fußsohle, habe mir das komplette Wochenende Ibuprofen reingepfiffen.
So startete ich also gestern, nachdem ich so gut wie keine Schmerzen beim Gehen hatte, einen Versuch über 6 Kilometer.
Irre ist, dass man die ganze Zeit immer darauf wartet, dass der Schmerz auftritt. Es gelingt nicht, das Negative auszublenden und sich nicht darauf zu fixieren. Man wartet und bildet sich womöglich sogar ein, dass ein leichter willkürlicher Druck durchs schräge Aufsetzen des Fusses auf Schneeresten, genau dieser Schmerz sein kann. Irre!

6 Kommentare:

Hannes hat gesagt…

Eingebildeter Schmerz, weil man einfach darauf wartet, es tat doch sonst weh - tut es nicht auch heute weh? - Kenne ich.

Schön ist aber, wenn er einem wirklich erspart bleibt.

Evchen hat gesagt…

Och. Also, eigentlich finde ich es ja sehr schön, daß Du schon wieder schmerzfrei laufen kannst, aber nach Spaß klingt es trotzdem nicht. Ich kenne das von meinem Weh am rechten Außenfuß. Die Schmerzen waren schon länger passe und trotzdem horcht man immer in sich rein und...läßt es nicht einfach laufen.
Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung und alle Daumen sind gedrückt, daß die Entzündung abgeklungen ist.

Farmin Gorerunner hat gesagt…

waaaahaaat? Auch das klingt negativ? Was soll ich denn jetzt noch schreiben? ....

Evchen hat gesagt…

Naja, sagen wir verhalten. Besser? Und Du weißt, daß ich bisher nix wirklich negativ bewertet habe, was Du schreibst. :-)

adventureracing hat gesagt…

Ja, geht mir genauso (wie Du weißt). Ist im Grunde total abgefahren, wie wir die ganze Zeit drauf warten...und das obwohl ich ja sonst der Mentalfreak bin und das auch anderen Menschen beibringe.
Achillessehnen sind nun wirklich seit drei Wochen komplett schmerzfrei - yiiiiiieeehaaa!
Aber dafür zwickt die Wade mal wieder...ich spring' nochmal von der brücke!
Alles Gute, Jörg

adventureracing hat gesagt…

Nachtrag: Habe nun - wie auch bei den A-Sehnen - mit der Strategie "Durchlaufen" begonnen. I'll keep you posted!