Dienstag, 27. Juli 2010

Leistungsverlust durch Pause

Nachdem meine mail an Martin Grüning von RunnersWorld vom 21.5. unbeantwortet blieb, poste ich sie mal hier. Und in Wirklichkeit ist der Leistungsverlust noch viel stärker als ich dachte...
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Hallo Martin,

immer wieder werde ich durch Verletzungen zurückgeworfen. Dies hat unterschiedliche Gründe, ist aber erstmal so.
Gibt es eine Art Schätzung, wieviel Prozent der aktuellen Leistungsfähigkeit man pro Pausenwoche verliert?
Könnte man vielleicht wie folgt rechnen (exemplarisch):
Erreichbare Zeit über 10km vor der Verletzung: 34:00 min.
entspricht 2040 Sekunden.
Pro Woche z.B. Leistungsverlust von 5%.
Bei zweiwöchiger Zwangspause wären das dann nach einer Woche 102 Sekunden"Verlust" (= 1 min. 42 sek.) ->35:42 min.
Nach zwei Wochen dann letztendlich 37:24 min. (gefühlsmässig müsste das aber weitaus weniger sein - aber es ist nur ein Rechenbeispiel!)

Wahrscheinlich läuft das sowieso nicht linear, d.h. nach einer Woche ist der Verlust durch kein Training vielleicht nur 2% (oder 0, weil der Körper eine tolle Erholungswoche hat?), nach zwei Wochen 4%, nach drei Wochen aber bereits 15%....?

Gibt die Literatur da was her oder was sagt Dein Gefühl/Deine Erfahrung?
Wäre sehr nett, wenn Du mir Deine Meinung zurückschreiben könntest.
Wenn es für andere Leute auch interessant sein sollte, kann ich es auch gerne "offiziell" auf Deiner Pinnwand posten (mit reduziertem Text).

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald,
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PS: Ich bin mir bewusst, dass das bei jedem unterschiedlich sein kann und wird, aber als generelle Regel a la "pi mal Daumen" wäre es nicht schlecht.

3 Kommentare:

Laufhannes hat gesagt…

Mit "Zwei Prozent pro Woche (abgesehen von der ersten)" könnte man den Abschnitt in "Daniels: Die Laufformel" diesbezüglich zusammen fassen (die zwei Prozent beziehen sich dann auf den VDOT-Wert). Das kann man natürlich aber nicht 1:1 auf die Zeit umrechnen ...

... bei meinem kurzen Test für ein einzelnes Beispiel käme aber raus, dass sich die Pace (in Sekunden) für den 12-Minuten-Lauf um ziemlich genau 1 % verschlechtert - macht wieder spontan mit irgendwelchen Werten durchgerechnet etwa 1,75 % Verschlechterung auf der 10-km-Strecke.

Ergo: Bei einer 40:00er-Zeit auf 10 km verliert man ab der zweiten Woche Pause jeweils etwa 42 Sekunden pro Woche. - Klingt hart - und ist mal überhaupt nicht fundiert.

Vielleicht gibt es dir ja aber einen groben Eindruck ;)

marcus hat gesagt…

Da gibt es nicht mal eine Daumenregel. Es sind einfach zu viele Variablen beteiligt.

Ich mache mir in Verletzungspausen lieber Gedanken, wie ich die Form halten oder welche Kräftigungs- und Alternativaktivitäten ich durchführen kann.
Oder gehe der Frage nach, warum Du so oft verletzt bist.

Dies sind Fragen, die deutlich einfacher beantwortet werden können.

Farmin Gorerunner hat gesagt…

@Hannes: ja, aber das läuft mit Sicherheit nicht linear, sondern exponentiell. Ich müsste mal einen Testlauf machen, um zu sehen, wie es nun nach drei Monaten aussieht.
@Marcus: Yes, you are right! Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Auch über Alternativen mache ich mir Gedanken und praktiziere diese auch, sofern möglich.
Es gibt halt unterschiedliche Sportler. Die einen haben dauernd ein Wehwehchen, egal, ob viel oder wenig trainiert wird, schnell oder langsam gelaufen wird, die anderen können Kilometer schrubben, dass es nur so kracht und haben nie etwas. Es fällt halt schwer, eine gewissen "Empfindlichkeit" zu akzeptieren und nur noch gelegentlich joggen zu gehen. Fakt ist, dass ich über zwei Jahre keine "richtige" Verletzung mehr hatte. Wehwehchen zwar, die mich aber so gut wie nie am Training hinderten. Jetzt eben die doofe Achillessehnengeschichte, aber sooo oft bin ich jetzt auch nicht verletzt ;-)