Ich möchte an dieser Stelle im Prinzip nicht die kompletten letzten 4 Jahre aufarbeiten, in denen eine ganze Menge passiert ist, aber immer wieder werde ich in den kommenden Posts zurückblicken.
Es ist gerade die Erfahrung die meine ungebrochene Hoffnung auf bessere Zeiten nährt!
Es hat ja alles seine Gründe und Ursachen, das meiste ist begründbar, einige Dinge geschehen einfach ohne dass man so ganz genau weiß, was die Ursache ist.
Die Fakten Juli 2014:
1. mehr als lausige Form, sofern man von einer Form reden mag
2. keine Grundlage mehr vorhanden
3. leichte Besserung der Knieschmerzen (eine Woche vor der alljährlichen Laufwoche in Südtirol das Knie verdreht)
4. wiedergekehrte Achillessehnenschmerzen
Ganz so einfach, wie es der gute Joel Friel meinte (hier mein Post), geht es eben nicht. Immerhin gibt und gab es einige Verletzungen, wie zum Beispiel die Achillessehnengeschichte, die auch mit kompletter Pause nicht besser wird bzw. bei mir konkret auch nicht wurde. Ich dachte vor der Laufwoche, dass die Verletzung ausgeheilt ist; alle Anzeichen waren vorhanden.
Eine Sache ist sicher: übertrieben habe ich es definitiv nicht, denn in den Wochen danach bis in den Juni habe ich den Umfang wieder stark zurückgefahren, oft tagelang nichts getan.
Vielleicht steckt hier genau das Problem: die fehlende Beständigkeit und dadurch dann doch wieder eine Überlastung, die einem auf diesem geringen Umfangsniveau gar nicht so vorkommt?
Das heißt konkret: unterm Strich vorsichtig, genügend Pause und dennoch das "Comeback" der Verletzung? Also doch: nach der Verletzung ist vor der Verletzung.
Aber ok, ich kann laufen und tue das auch, wenngleich es nicht immer gut tut. Aber die letzten 2-3 Jahre haben gezeigt, eine Pause ist sogar teilweise kontroproduktiv.
Im nächsten Post berichte ich, wie ich innerhalb kürzester Zeit die Schmerzen lindern konnte (ausheilen schreibe ich ausdrücklich nicht, weil diese wieder da sind) und wieso sich das momentan nicht wiederholen lässt.
Farmin Gorerunner | pain & dedication
Dienstag, 29. Juli 2014
Samstag, 26. Juli 2014
vor fast 4 Jahren....
...schrieb ich meinen letzten Eintrag. "Joel Friel - key to success". Es ist eine Menge passiert. Ich habe viel über den Sport nachgedacht, Abläufe analysiert und mich weiterentwickelt. Leider hindert mich eine hartnäckige Achillessehnenentzündig beidseitig an der dauerhaften Umsetzung, dennoch bin ich überzeugt, dass ein neues Konzept Früchte tragen wird, insbesondere im Hinblick auf die neue Altersklasse 2015 ;-).
Wenn ich denke, mit was für einem Scheiß man (ich) sich vom eigentlichen Laufen entfernt hat.... Posts mit lustigen Bildchen.... tststs.
Natürlich war nicht alles schlecht, aber sicherlich nicht optimal. Einige Dinge wurden krass vernachlässigt, während andere Dinge ausgiebig genutzt wurden, wie z.B. das Süssigkeitenfach in der Küche.
Mit GPS laufe ich immer noch, aber den Pulsgurt habe ich schon lange abgelegt. Über dies und weitere Änderungen im Trainingskonzept, werde ich wieder schreiben.
Die bisherigen 346 Posts habe ich aus dem Blog entfernt um "clean" zu starten. Einzig der Eintrag vom 20. August 2010 bleibt als "Aufhänger" drin.
Wenn ich denke, mit was für einem Scheiß man (ich) sich vom eigentlichen Laufen entfernt hat.... Posts mit lustigen Bildchen.... tststs.
Natürlich war nicht alles schlecht, aber sicherlich nicht optimal. Einige Dinge wurden krass vernachlässigt, während andere Dinge ausgiebig genutzt wurden, wie z.B. das Süssigkeitenfach in der Küche.
Mit GPS laufe ich immer noch, aber den Pulsgurt habe ich schon lange abgelegt. Über dies und weitere Änderungen im Trainingskonzept, werde ich wieder schreiben.
Die bisherigen 346 Posts habe ich aus dem Blog entfernt um "clean" zu starten. Einzig der Eintrag vom 20. August 2010 bleibt als "Aufhänger" drin.
Freitag, 20. August 2010
Joe Friel: The Key to Athletic Success
Nachdem ich mich gestern durch den (neuen) Blog von Triathlon Trainer Joe Friel gelesen habe, sind ein paar Dinge hängen geblieben.
Er scheibt in seinem Artikel "The Key to Athletic Success", dass die Athleten zu häufig, zu lange und zu intensiv trainieren. Dies führe zu Übertraining, Burnout, Krankheit und Verletzung.
Für ihn sei wichtig, seinen Athleten beizubringen gemässigt/"moderat" zu trainieren - und dadurch beständig.
Genau hier steckt ein kleines, aber wertvolles Detail: Beständigkeit heisst das Zauberwort!
Ehrlich gesagt, liegt genau hier auch mein Problem. Im Großen und Ganzen habe ich die letzten beiden Jahre (bis eben Ende April - Weisheitszahn - Achillessehnenentzündung) beständig trainieren können. Halt, im Herbst 2009 hatte ich einen Durchhänger, Motivationsprobleme.
Resultierte dies aus einem zu häufigen und zu intensivem Training?
War es ein Ergebnis zu langer Einheiten?
Zu häufig...weiss ich nicht. Zu intensiv....nein! Aber wahrscheinlich die Kombination zwischen häufig und längeren Einheiten.... ja, das wird es gewesen sein. Leider sind meine Sporttracksdaten hopps gegangen und ich kann die Wochen vor dem Motivationstief nicht mehr analysieren.
Wenigstens hatte ich zurückblickend ausser ein paar "normalen" Zipperleins keine Verletzungen, die mich am Laufen hinderten.
Joe Friel glaubt, dass gewöhnlich der Grund für eine schlechte Leistung bei wichtigen Rennen ein "exzessives und unbeständiges" Training ist.
Wenn man häufig müde ist, wenn es Zeit ist eine qualitative Trainingseinheit durchzuführen, dann liege darin der Grund.
Sehe ich genauso. Wenn ich mich schon ins Training schleppen muss und ein Tempotraining nur durchziehen kann, weil "dies wenigstens schnell vorbeigeht", ich mich müde fühle und mich überhaupt nur schwer dazu aufraffen kann, dann läuft was falsch. Kommt dies desöfteren vor, sollte man vor diesem Qualitätstraining einen Tag pausieren, vielleicht auch mal zwei Tage die Beine hochlegen - das tut insbesondere auch dem Kopf gut!
Und wie konkret ändern?
Friel meint: mit gemässigtem Training!
An sich nichts Neues, man muss es aber verinnerlichen und keine Angst haben, dass man an Leistung einbüst, nur weil man die Anzahl der Einheiten von 7 auf 5 reduziert ;-)
Zum gemässigtem Training schreibt er: "... das bedeutet, dass man nur selten seine körperlichen Grenzen auslotet. Zu viele Athleten versuchen, die härtesten machbaren Einheiten zu häufig durchzuführen. Lange Einheiten sind vielfach zu lang und die Intensität ist oft zu hoch."
Auch wenn ich nach Vicsystem trainiere, bin ich mir bewusst, dass die Leute dort die Weisheit sicherlich auch nicht Löffeln gefressen haben.
Dennoch macht dieses "mathematische" Konzept für mich Sinn. Dadurch, dass man sich an einen vorgegebenen Trainingsplan hält, kommt man auch nicht in Versuchung, sich zu viele harte Einheiten aufzubürden und die Regenerationseinheiten dort sind wirklich regenerativ. Sogar so, dass ich bei der ein oder anderen Steigung immer mal wieder gehe, weil der Puls sonst ausserhalb der niedrigen Vorgaben hüpft.
Weiter schreibt Joe Friel, dass "das Maßhalten ein bewegliches Ziel ist. Da sich der Fitness Zustand verbessert, ist eine vor wenigen Wochen absolvierte harte Einheit dann eine "moderate"." Daher steige dieses Niveau auch innerhalb einer Saison an und durch die Beständigkeit steigt das Niveau des "gemässigten Trainings" auch von Saison zu Saison.
Wenn man richtig trainiere, erhöhe man auch die Leistungsfähigkeit langfristig ein Mehr an Training zu bewältigen. Was im vergangenen Jahr noch eine harte Einheit war, ist dieses Jahr eine moderate.
Soweit so klar.
Nun wird es jedoch ein klein wenig widersprüchlich. In einem anderen Beitrag schrieb er sinngemäß, dass man um jeden Preis Verletzungen vermeiden solle. Die 1-2 Tage Pause tun nicht weh und helfen wahrscheinlich dabei ein Wehwehchen abzustellen. Trainiert man ungeachtet weiter, sind vielleicht Wochen und Monate "im Arsch".
Das macht höchstwahrscheinlich Sinn, wobei mir da natürlich das SWR1 Leute heute Interview mit Faris Al-Sultan einfällt. Er meinte sinngemäß (wenn ich es noch richtig im Kopf habe), dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit pausieren sollte, denn sonst kommt man ja überhaupt nicht mehr zum Trainieren...
Man muss sehr genau in seinen Körper hineinhören, aber wer kann das durch die Subjektivität richtig einschätzen? Genauso ist es mit der Tatsache, dass man "Schmerzen weglaufen kann". Oft hat sich das ein oder andere Zipperlein von selbst gelöst, bin halt einfach weitergelaufen.
Also, Joe Friel sagt also, dass Verletzungen auf jeden Fall zu vermeiden sind. Lieber pausieren als weiterlaufen.
Dann aber schreibt er im oben angesprochenen Eintrag:
Beständigkeit resultiert aus Mäßigung.
Beständiges Training bedeute, keine Einheit auszulassen - niemals.
Ausgefallene Einheiten sind das Ergebnis von zuvor "zu viel": zu große Intensität, zu lange Dauer, zu viele Einheiten und zu viel Kram im Leben (Nebensächlichkeiten?).
Wenn man gemässigt trainiert (und lebt!), dann wird man beständig sein. Wenn man beständig ist, wird man schneller laufen.
Es geht nicht darum wie hart die Einheiten sind. Es geht darum, wie beständig man diese absolviert.
Dies ist der Schlüssel zum Erfolg.
Für mich bedeutet das konkret, einfach mal eine Einheit ausfallen lassen wenn sich ein Zipperlein bemerkbar macht, grundsätzlich weniger Einheiten planen als zeitlich machbar, diese aber auch absolvieren. Und das Lauftraining mit Krafttraining und Radeinheiten ergänzen!
Danke, Joe Friel, für die vielen Denkanstösse in Deinem Blog! :-)
(Vielleicht denken einige: ach was, und darauf kommt er jetzt nach 20 Jahren? Na, das vielleicht nicht, aber ich reagiere emotional und subjektiv und mache Fehler. Dadurch, dass ich über diese Themen regelmässig lese und schreibe, rufe ich mir die elementaren Dinge einfach wieder ins Gedächtnis.)
Er scheibt in seinem Artikel "The Key to Athletic Success", dass die Athleten zu häufig, zu lange und zu intensiv trainieren. Dies führe zu Übertraining, Burnout, Krankheit und Verletzung.
Für ihn sei wichtig, seinen Athleten beizubringen gemässigt/"moderat" zu trainieren - und dadurch beständig.
Genau hier steckt ein kleines, aber wertvolles Detail: Beständigkeit heisst das Zauberwort!
Ehrlich gesagt, liegt genau hier auch mein Problem. Im Großen und Ganzen habe ich die letzten beiden Jahre (bis eben Ende April - Weisheitszahn - Achillessehnenentzündung) beständig trainieren können. Halt, im Herbst 2009 hatte ich einen Durchhänger, Motivationsprobleme.
Resultierte dies aus einem zu häufigen und zu intensivem Training?
War es ein Ergebnis zu langer Einheiten?
Zu häufig...weiss ich nicht. Zu intensiv....nein! Aber wahrscheinlich die Kombination zwischen häufig und längeren Einheiten.... ja, das wird es gewesen sein. Leider sind meine Sporttracksdaten hopps gegangen und ich kann die Wochen vor dem Motivationstief nicht mehr analysieren.
Wenigstens hatte ich zurückblickend ausser ein paar "normalen" Zipperleins keine Verletzungen, die mich am Laufen hinderten.
Joe Friel glaubt, dass gewöhnlich der Grund für eine schlechte Leistung bei wichtigen Rennen ein "exzessives und unbeständiges" Training ist.
Wenn man häufig müde ist, wenn es Zeit ist eine qualitative Trainingseinheit durchzuführen, dann liege darin der Grund.
Sehe ich genauso. Wenn ich mich schon ins Training schleppen muss und ein Tempotraining nur durchziehen kann, weil "dies wenigstens schnell vorbeigeht", ich mich müde fühle und mich überhaupt nur schwer dazu aufraffen kann, dann läuft was falsch. Kommt dies desöfteren vor, sollte man vor diesem Qualitätstraining einen Tag pausieren, vielleicht auch mal zwei Tage die Beine hochlegen - das tut insbesondere auch dem Kopf gut!
Und wie konkret ändern?
Friel meint: mit gemässigtem Training!
An sich nichts Neues, man muss es aber verinnerlichen und keine Angst haben, dass man an Leistung einbüst, nur weil man die Anzahl der Einheiten von 7 auf 5 reduziert ;-)
Zum gemässigtem Training schreibt er: "... das bedeutet, dass man nur selten seine körperlichen Grenzen auslotet. Zu viele Athleten versuchen, die härtesten machbaren Einheiten zu häufig durchzuführen. Lange Einheiten sind vielfach zu lang und die Intensität ist oft zu hoch."
Auch wenn ich nach Vicsystem trainiere, bin ich mir bewusst, dass die Leute dort die Weisheit sicherlich auch nicht Löffeln gefressen haben.
Dennoch macht dieses "mathematische" Konzept für mich Sinn. Dadurch, dass man sich an einen vorgegebenen Trainingsplan hält, kommt man auch nicht in Versuchung, sich zu viele harte Einheiten aufzubürden und die Regenerationseinheiten dort sind wirklich regenerativ. Sogar so, dass ich bei der ein oder anderen Steigung immer mal wieder gehe, weil der Puls sonst ausserhalb der niedrigen Vorgaben hüpft.
Weiter schreibt Joe Friel, dass "das Maßhalten ein bewegliches Ziel ist. Da sich der Fitness Zustand verbessert, ist eine vor wenigen Wochen absolvierte harte Einheit dann eine "moderate"." Daher steige dieses Niveau auch innerhalb einer Saison an und durch die Beständigkeit steigt das Niveau des "gemässigten Trainings" auch von Saison zu Saison.
Wenn man richtig trainiere, erhöhe man auch die Leistungsfähigkeit langfristig ein Mehr an Training zu bewältigen. Was im vergangenen Jahr noch eine harte Einheit war, ist dieses Jahr eine moderate.
Soweit so klar.
Nun wird es jedoch ein klein wenig widersprüchlich. In einem anderen Beitrag schrieb er sinngemäß, dass man um jeden Preis Verletzungen vermeiden solle. Die 1-2 Tage Pause tun nicht weh und helfen wahrscheinlich dabei ein Wehwehchen abzustellen. Trainiert man ungeachtet weiter, sind vielleicht Wochen und Monate "im Arsch".
Das macht höchstwahrscheinlich Sinn, wobei mir da natürlich das SWR1 Leute heute Interview mit Faris Al-Sultan einfällt. Er meinte sinngemäß (wenn ich es noch richtig im Kopf habe), dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit pausieren sollte, denn sonst kommt man ja überhaupt nicht mehr zum Trainieren...
Man muss sehr genau in seinen Körper hineinhören, aber wer kann das durch die Subjektivität richtig einschätzen? Genauso ist es mit der Tatsache, dass man "Schmerzen weglaufen kann". Oft hat sich das ein oder andere Zipperlein von selbst gelöst, bin halt einfach weitergelaufen.
Also, Joe Friel sagt also, dass Verletzungen auf jeden Fall zu vermeiden sind. Lieber pausieren als weiterlaufen.
Dann aber schreibt er im oben angesprochenen Eintrag:
Beständigkeit resultiert aus Mäßigung.
Beständiges Training bedeute, keine Einheit auszulassen - niemals.
Ausgefallene Einheiten sind das Ergebnis von zuvor "zu viel": zu große Intensität, zu lange Dauer, zu viele Einheiten und zu viel Kram im Leben (Nebensächlichkeiten?).
Wenn man gemässigt trainiert (und lebt!), dann wird man beständig sein. Wenn man beständig ist, wird man schneller laufen.
Es geht nicht darum wie hart die Einheiten sind. Es geht darum, wie beständig man diese absolviert.
Dies ist der Schlüssel zum Erfolg.
Für mich bedeutet das konkret, einfach mal eine Einheit ausfallen lassen wenn sich ein Zipperlein bemerkbar macht, grundsätzlich weniger Einheiten planen als zeitlich machbar, diese aber auch absolvieren. Und das Lauftraining mit Krafttraining und Radeinheiten ergänzen!
Danke, Joe Friel, für die vielen Denkanstösse in Deinem Blog! :-)
(Vielleicht denken einige: ach was, und darauf kommt er jetzt nach 20 Jahren? Na, das vielleicht nicht, aber ich reagiere emotional und subjektiv und mache Fehler. Dadurch, dass ich über diese Themen regelmässig lese und schreibe, rufe ich mir die elementaren Dinge einfach wieder ins Gedächtnis.)
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